{"id":5699,"date":"2021-08-09T09:07:16","date_gmt":"2021-08-09T07:07:16","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sav-torgelow-ringen.de\/RV%20MV2\/wordpress_341-de\/wordpress\/?p=5699"},"modified":"2021-08-09T09:15:23","modified_gmt":"2021-08-09T07:15:23","slug":"grosse-momente-fuer-den-deutschen-ringkampfsport-in-tokyo-2021","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.ringen-mv.de\/?p=5699","title":{"rendered":"Gro\u00dfe Momente f\u00fcr den deutschen Ringkampfsport in Tokyo 2021 &#8211; R\u00fcckschau"},"content":{"rendered":"<p><strong><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Aline Rotter-Focken mit Ringerinnen-Gold f\u00fcr die Sportgeschichte<\/span><\/span><\/span><\/strong><\/p>\n<div id=\"attachment_5700\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/www.ringen-mv.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/WW-76kg-Gold-Aline-Focken.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-5700\" class=\"wp-image-5700 size-medium\" src=\"http:\/\/www.ringen-mv.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/WW-76kg-Gold-Aline-Focken-300x200.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/www.ringen-mv.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/WW-76kg-Gold-Aline-Focken-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.ringen-mv.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/WW-76kg-Gold-Aline-Focken-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/www.ringen-mv.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/WW-76kg-Gold-Aline-Focken-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.ringen-mv.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/WW-76kg-Gold-Aline-Focken.jpg 1030w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-5700\" class=\"wp-caption-text\">Foto: Kadir Caliskan<\/p><\/div>\n<p>Das olympische Ringerturnier 2020, das coronabedingt um ein Jahr auf 2021 verschoben wurde, brachte f\u00fcr das Septett des Deutschen Ringer-Bundes gro\u00dfe Erfolge mit sich, darunter den imponierenden Olympiasieg von Aline Rotter-Focken (KSV Germania Krefeld) in der Klasse bis 76 Kilogramm (Frauen\/Freistil). F\u00fcr Anna Schell (SC Isaria Unterf\u00f6hrung, Frauen\/Freistil, bis 68 Kilogramm) erf\u00fcllten sich zwar nicht die Medaillenhoffnungen, aber Anna wurde gute Zehnte. <!--more--><\/p>\n<p>Der einzige deutsche Freistil-Ringer, der sich f\u00fcr Tokyo 2021 qualifizieren konnte, Gennadij Cudinovic (Klasse bis 125 Kilogramm) belegte einen ausgezeichneten Platz acht. Gro\u00dfartige Erfolge feierten indes die deutschen &#8222;Griechisch-R\u00f6mischen&#8220;. Frank St\u00e4bler (Red Devils Heilbronn), dreifacher Weltmeister (2015 bis 66 Kilogramm, 2017 bis 71 Kilogramm, 2018 bis 72 Kilogramm) und zweifacher Europameister (2012 bis 66 Kilogramm, 2020 bis 72 Kilogramm), holte endlich zum Abschlu\u00df seiner beeindruckenden sportlichen Karriere seine Olympiamedaille &#8211; Bronze in der Klasse bis 67 Kilogramm).<\/p>\n<p>Denis Kudla (SV Alemannia Nackenheim\/VfK Schifferstadt) konnte wie schon 2016 (bis 85 Kilogramm) nun 2021 (bis 87 Kilogramm) erneut Bronze erk\u00e4mpfen. Etinne Kinsinger (KSV K\u00f6llerbach, bis 60 Kilogramm) schaffte Rang elf und Eduard Popp (VfL Neckargartach\/Red Devils Heilbronn, bis 130 Kilogramm) schaffte Rang\u00a0acht.<\/p>\n<p>H\u00f6chstes Niveau in Tokyo<\/p>\n<p>Insgesamt wurde &#8211; trotz der coronabedingten Einschr\u00e4nkungen, ohne zugelassene Zuschauer und trotz gro\u00dfer Sicherheitsvorkehrungen &#8211; in der Wettkampfst\u00e4tte &#8222;Makuhari Messe&#8220; in Chiba hochklassiger Ringkampfsport geboten. Die Medaillen in den 18 Entscheidungen vom 1.August 2021 bis 7.August 2021 sicherten sich 26\u00a0L\u00e4nder, wobei die 18 Goldmedaillen an acht\u00a0Nationen &#8222;verteilt&#8220; wurden.<\/p>\n<p>Die erfolgreichsten Ringkampf-Team insgesamt waren Japan (5 x Gold), Russland (4 x Gold) und die USA (3 x Gold). Im Frauen-Freistil-Ringen setzte sich Japan an die Spitze des Medaillen-Rankings, im griechisch-r\u00f6mischen Ringen jubelte Kuba \u00fcber zweimal Gold f\u00fcr Luis Orta (bis 60 Kilogramm) bzw. Mijain Lopez (\u00fcber 130 Kilogramm) und im Herren-Freistil-Ringen hatte Russland die beste Bilanz. Olympia-Gastgeber Japan brillierte vor allem bei den Frauen mit vier Erfolgen, dazu kommt eine weitere Goldene im Freistil-Bereich der M\u00e4nner.<\/p>\n<p>Die traditionsreiche Ringer-Nation Iran schaffte auch eine sehr gute Bilanz mit jeweils einmal Gold bzw. Silber und zweimal Bronze. Ungarn kam auf einmal Gold bzw. Silber und die oft sehr erfolgreiche t\u00fcrkische Ringer-Auswahl musste sich mit dreimal Bronze begn\u00fcgen.<\/p>\n<p>Europa ist l\u00e4ngst nicht mehr &#8222;das Ma\u00df aller Ringer-Dinge&#8220;, erk\u00e4mpfte &#8222;nur&#8220; sieben der 18 Olympiasiege. Daf\u00fcr war das deutsche Ringer-Team in Tokyo bestens dabei&#8230;<\/p>\n<p>Manfred Werner, DRB-Pr\u00e4sident, zieht eine sehr positive Bilanz&#8230;<\/p>\n<p>F\u00fcr den Pr\u00e4sidenten des Deutschen Ringer-Bundes, Manfred, Werner, verliefen die olympischen Turniere im Ringen f\u00fcr die deutschen Teilnehmerinnen und Teilnehmer ohnehin &#8222;absolut hervorragend&#8220;.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich beeindruckte Manfred Werner auch der Gold-Coup von Aline Rotter-Focken. Aus seiner Sicht habe sich Aline mit allen Stafetten professionell auf dieses Turnier vorbereitet und konnte deshalb eine herausragende Leistung in allen K\u00e4mpfen abrufen.<\/p>\n<p>Ihre Leistung im Finale der Klasse bis 76 Kilogramm gegen die f\u00fcnffache Weltmeisterin Adeline Gray aus den USA war dann die st\u00e4rkste.<\/p>\n<p>Insgesamt wurde laut Manfred Werner auch bei den Olympischen Spielen 2021 deutlich, dass das Leistungsniveau wieder \u00e4u\u00dferst stark war und eine weitere Steigerung im Vergleich zu den vergangenen olympischen Ringerturnieren zudem deutlich wurde.<\/p>\n<p>Mit Blick in die Zukunft meinte Manfred Werner, dass der Deutsche Ringer-Bund gut aufgestellt sei und hoffentlich genauso weiter arbeiten werde wie jetzt. Allerdings werde Manfred Werner dann nicht mehr an vorderster Stelle dabei sein, denn im November 2021 ende seine Amtszeit nach 16 Jahren als DRB-Pr\u00e4sident.<\/p>\n<p>Die drei Olympia-Medaillen von Aline Rotter-Focken, Frank St\u00e4bler und Denis Kudla d\u00fcrften nun das sch\u00f6nste Abschiedsgeschenk f\u00fcr Manfred Werner als Pr\u00e4sident des DRB sein.<\/p>\n<p>F\u00fcr den Pr\u00e4sidenten des Ringerverbandes M-V, Uwe Bremer, waren die olympischen Ringerturniere 2021 in Tokyo ebenfalls beste Werbung f\u00fcr den globalen Ringkampfsport. Die Leistung der Krefelderin Aline Rotter-Focken, die seit 15 Jahren, ob im Jugend-\/Junioren-Bereich oder im Elite-Bereich, stets die europ\u00e4ische und Welt-Klasse in ihren Gewichtsklassen wesentlich mit bestimmte, war auch f\u00fcr Uwe Bremer einfach nur gro\u00dfartig. Diese Goldmedaille setzt der vorbildlichen 30j\u00e4hrigen Ringerin schon jetzt ein Denkmal und wird f\u00fcr den gesamten deutschen Ringkampfsport pr\u00e4gend sein.<\/p>\n<p>Derartige herausragenden Erfolge hallen ganz einfach nach. Aber auch Frank St\u00e4bler und Denis Kudla demonstrierten ihre Ausnahmestellungen im internationalen und nationalen Ringkampfsport. Auch die anderen deutschen Ringerinnen und Ringer in Tokyo entt\u00e4uschten aus Sicht von Uwe Bremer keineswegs und bewiesen auch mit ihren Leistungen, dass Deutschland ein Ringerland ist und bleibt.<\/p>\n<p>Tokyo 2021 war ein wichtiger Meilenstein f\u00fcr den Ringkampfsport in Deutschland, \u00e4hnlich wie es Tokyo 1964 f\u00fcr den Ringkampfsport in M-V war, als mit Lothar Metz, damals Dritter im Weltergewicht (nach Silber 1960) und Rudolf Vesper, der seinerzeit immerhin die dritte Runde im Weltergewicht erreichte, zwei Ringer aus M-V Herausragendes leisteten. Beide &#8222;holten&#8220; sich in Tokyo`64 die notwendige Wettkampfh\u00e4rte, um vier Jahre sp\u00e4ter, 1968 in Mexico-City, Gold zu erk\u00e4mpfen. Vielleicht entfacht\u00a0Tokyo 2021 \u00e4hnliche Impulse f\u00fcr den gesamtdeutschen Ringkampfsport?!<\/p>\n<p>Nun &#8222;ruft&#8220; jedoch Paris 2024! W\u00e4re an der Zeit, dass wieder einmal Ringerinnen und Ringer aus M-V olympisch dabei sind.<\/p>\n<p>M.Michels<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Immerhin zwei Silberne f\u00fcr M-V, f\u00fcr Schwerin<\/strong><\/p>\n<p>Olympia unter Pandemie-Bedingungen ist schon wieder Geschichte. Es waren spezielle Spiele, nur Medien-Spiele. Zuschauer waren ausgeschlossen. Treffen zwischen der Sportjugend aus aller Welt fast nahezu untersagt. Ein vielf\u00e4ltiges Kulturprogramm gab es nicht. Corona machte aus dem Fest f\u00fcr die Sportjugend der Welt ein reines Wettkampfprogramm f\u00fcr Funk und Fernsehen. Noch einmal Olympia unter derartigen Pandemie-Auflagen? Bitte nicht!<\/p>\n<p>Olympia \u2013 immer gigantischer<\/p>\n<p>Die japanischen Gastgeberinnen und Gastgeber gaben sich zwar organisatorisch alle erdenkliche M\u00fche, aber es waren Spiele ohne Herz. Sie wirkten morbide, irgendwie aus der Zeit gefallen. 339 Entscheidungen standen zudem auf dem Programm, wieder mehr als noch 2016 in Rio (306) oder in London 2012 (302). Die ersten Spiele \u201enach der Wende\u201c, 1992 in Barcelona, waren da noch \u201e\u00fcbersichtlich\u201c: mit 257 Entscheidungen.<\/p>\n<p>Die Spiele werden immer gigantischer, wirken \u201e\u00fcberf\u00fcllt\u201c. Auch der gr\u00f6\u00dfte Sportfan verliert angesichts der zahllosen Entscheidungen den \u00dcberblick. Die gro\u00dfen Fernsehstationen dirigieren die Zeiten f\u00fcr die wichtigen Finals. Die Sponsoren wollen mit ins Bild. Die Sportfunktion\u00e4re und Sportpolitiker ohnehin. Das kann dauerhaft nicht gut gehen.<\/p>\n<p>Die Sportlerinnen und Sportler, die ihre Disziplinen mit viel Herzblut, Enthusiasmus und Entbehrungen aus\u00fcben, wirken nur noch wie schm\u00fcckendes Beiwerk, wie \u201edie Petersilie\u201c in der \u201eOlympia-Show\u201c.<\/p>\n<p>Ern\u00fcchternde deutsche Bilanz<\/p>\n<p>F\u00fcr die Sportnation Deutschland waren die Tokyoer Spiele 2021 eher ern\u00fcchternd. Die Anzahl der erk\u00e4mpften Medaillen hat sich im Vergleich zu Barcelona 1992 mehr als halbiert und die Anzahl der Goldmedaillen ist nicht einmal ein Drittel dessen, was 1992 geschafft wurde (1992: 33 x Gold, 2021: 10 x Gold). Und das bei immer mehr Entscheidungen im olympischen Programm! Es ist, nenne wir es deutlich, ein Desaster! F\u00fcr eine Sportnation ist es kein gutes Ergebnis. Seit Peking 2008 liegen die errungenen Medaillen zwischen 41 (2008), 44 (2012), 42 (2016) und nun 37 (2021). Schwach! Dabei l\u00e4uft es zwischen den jeweiligen Spielen bei WM und Weltcups oft relativ gut bis sehr gut!<\/p>\n<p>Tiefer geschaut<\/p>\n<p>Geht man etwas \u201etiefer\u201c in die Sporthistorie, auf die olympische Entwicklung nach dem zweiten Weltkrieg zwischen den Spielen 1952 in Helsinki und 1988 in Seoul, so ist Nachdenklichkeit angesagt.<\/p>\n<p>Noch bei den Spielen 1952 in Helsinki war die Medaillenausbeute allein der westdeutschen Athletinnen und Athleten (24 Medaillen) \u2013 bei gerade einmal 149 Entscheidungen \u2013 prozentual besser als heute. Von 1956 in Melbourne bis Tokyo 1964 folgten dann die gesamtdeutschen Teams \u2013 mit folgenden Resultaten f\u00fcr die gemeinsamen Deutschen: 1956 in Melbourne \u2013 26 Medaillen (6 Olympiasiege), 1960 in Rom \u2013 42 Medaillen (12 Olympiasiege) und 1964, schon damals in Tokyo, 50 Medaillen (10 Olympiasiege) \u2013 alles bei deutlich weniger Entscheidungen!<\/p>\n<p>Von Mexico bis Seoul<\/p>\n<p>In den n\u00e4chsten 20 Jahren wetteiferten die Deutschen aus Ost und West getrennt in den olympischen Arenen. Die 1970er und 1980er waren zwar die Jahre, in denen in Ost UND West intensiv leistungssteigernde Substanzen in unterschiedlicher Graduierung und Systematik angewandt wurden, der Sport in anderer Weise als heute in den Strudel der Politik geriet (Stichwort Olympia-Boykotte 1976, 1980 und 1984), aber dennoch: Nicht alle deutsch-deutschen Erfolge jener Jahre waren dem Doping geschuldet. Da sollte frau\/man ENDLICH differenzieren.<\/p>\n<p>Die Deutsch-Deutschen jener Jahre verzeichneten dabei folgende Resultate: Mexico 1968 (51 Medaillen, 14 Olympiasiege), M\u00fcnchen 1972 (106 Medaillen, 33 Olympiasiege), Montreal 1976 (129 Medaillen, 50 Olympiasiege), Moskau 1980 (nur die DDR, 126 Medaillen, 47 Olympiasiege), Los Angeles 1984 (nur Westdeutschland, 59 Medaillen, 17 Olympiasiege) und Seoul 1988 (142 Medaillen, 48 Olympiasiege). Alles bei deutlich weniger Entscheidungen als heute!<\/p>\n<p>Was ist los im sportiven (?) Deutschland&#8230;<\/p>\n<p>Was ist also los in Sport-Deutschland anno 2021? Was l\u00e4uft schief? Was muss sich \u00e4ndern \u2013 auch im F\u00f6rdersystem, bei der Talente-Sichtung, bei der Schaffung sportlicher Infrastrukturen, bei der Vorbereitung der Sportler in den Olympia-Jahren? Und: Was ist der Hochleistungssport den Deutschen wert? Soll Deutschland hochleistungssportlich \u201eim freien Fall\u201c enden?<\/p>\n<p>Die Erfolge in einzelnen Sportarten\/Disziplinen, wie der Dressur, im Tennis, in der Leichtathletik, im Tischtennis, im Ringen oder Langstreckenschwimmen, sind weniger Ergebnisse des deutschen Sportf\u00f6rdersystems als vielmehr der verdiente Lohn der unternehmerischen und sportlichen Eigen-Initiative der betreffenden erfolgreichen Athletinnen und Athleten.<\/p>\n<p>Zwischen Frauen-Power und Tokyo 1964\/2021<\/p>\n<p>Wo st\u00fcnde Sport-Deutschland in Tokyo 2021 ohne das erfolgreiche Eigen-Engagement von Alexander Zverev, Aline Rotter-Focken, Isabell Werth, Jessica von Bredow-Werndl, Ricarda Funk, Julia Krajewski oder Florian Wellbrock, um nur einige Namen zu nennen.<\/p>\n<p>Am Ende verdankt Schwarz-Rot-Gold sieben der zehn errungenen Olympiasiege den Frauen. Frauen erscheinen auch im Sport auf der \u00dcberholspur zu sein! Zum Vergleich: In Tokyo 1964 war das Kr\u00e4fteverh\u00e4ltnis noch umgekehrt: 7:3 f\u00fcr \u201edie M\u00e4nneken\u201c.<\/p>\n<p>Olympiasiegerinnen f\u00fcr das gesamtdeutsche Team wurden vor 57 Jahren H\u00fcrdenl\u00e4uferin Karin Balzer, die Kanu-Rennsportlerinnen Annemarie Zimmermann\/Roswitha Esser und die Wasserspringerin bzw. Wahl-Rostockerin Ingrid Engel-Kr\u00e4mer. Wie sich auch die olympischen Zeiten \u00e4ndern!<\/p>\n<p>Aber: In Tokyo 1964 war das gesamtdeutsche Team, nach harten internen Ausscheidungsk\u00e4mpfen, erfolgreicher als \u201eTeam D\u201c 2021 \u2013 trotz weniger Medaillenvergaben.<\/p>\n<p>Deutschland verliert aktuell in vielen Sportarten den Anschlu\u00df an die absolute Weltspitze \u2013 nur noch Rang neun im omin\u00f6sen Medaillenspiegel, hinter den Niederlanden bzw. Frankreich, nur knapp vor Italien. Der olympische Wettstreit wird indes immer h\u00e4rter\u2026 Athletinnen und Athleten aus sage und schreibe 93 Nationen holten Edelmetall, darunter 65 L\u00e4nder eine oder mehrere Goldmedaillen.<\/p>\n<p>Bilanz f\u00fcr M-V \u2013 eher nachdenklich machend<\/p>\n<p>Aus MV-Sicht lief es 2021 so \u201ela la\u201c, wie frau\/man in Frankreich sagen w\u00fcrde. Klasse die Silbernen f\u00fcr den Achter-Recken Hannes Ocik von der Schweriner RG oder f\u00fcr Lea Sophie Friedrich aus Dassow. Chapeau f\u00fcr die geb\u00fcrtige Schwerinerin Sophie Koch und Rang vier im Canadier-Zweier! Allerdings: Nur vier Sportler aus MV-Vereinen konnten sich f\u00fcr Olympia 2021 qualifizieren \u2013 keine gute Quote!<\/p>\n<p>Auch in M-V muss sich einiges in puncto F\u00f6rderung des Leistungssportes \u00e4ndern. Sind die Verantwortlichen dazu willens und in der Lage? Geld ist nicht alles, aber ohne Geld ist alles nichts!<\/p>\n<p>Olympia 2024 in Paris ruft \u2013 mit hoffentlich mehr Sportlerinnen und Sportlern aus M-V, ob in der Leichtathletik, im Kanu-Rennsport, im Rudern, im Schwimmen, im Boxen, im Segeln, im Volleyball und und und<\/p>\n<p>Die olympischen Ergebnisse f\u00fcr M-V 2021 in Tokyo<\/p>\n<p>Rudern<\/p>\n<p>&#8211; Hannes Ocik (Schweriner RG) \u2013 Silber mit dem Achter<\/p>\n<p>&#8211; Stephan Kr\u00fcger (fr\u00fcher ORC Rostock, jetzt Frankfurter RG) \u2013 Rang 11 im Doppelzweier<\/p>\n<p>Bahnradsport<\/p>\n<p>&#8211; Lea Sophie Friedrich (Dassow\/Olympiast\u00fctzpunkt Schwerin) \u2013 Silber im Teamsprint, Viertelfinalistin im Keirin und im Sprint (F\u00fcnfte im Sprint), Olympischer Rekord in der Sprint-Qualifikation am 6.August 2021 \u00fcber die 200 Meter fliegend in 10,310 Sekunden<\/p>\n<p>Leichtathletik<\/p>\n<p>&#8211; Claudine Vita (SC Neubrandenburg) \u2013 Rang 9 im Diskuswerfen<\/p>\n<p>&#8211; Marike Steinacker (TSV Bayer 04 Leverkusen, in Neubrandenburg trainierend) \u2013 Rang 8 im Diskuswerfen<\/p>\n<p>&#8211; Clemens Pr\u00fcfer (fr\u00fcher LAC M\u00fchl-Rosin, SC Neubrandenburg, jetzt SC Potsdam) \u2013 Rang 11 im Diskuswerfen<\/p>\n<p>Kanu-Rennsport<\/p>\n<p>&#8211; Sophie Koch (fr\u00fcher KRG Schwerin, jetzt f\u00fcr Karlsruhe startend): Rang vier im Canadier-Zweier \u00fcber 500 Meter und Viertelfinalistin im Canadier-Einer \u00fcber 200 Meter<\/p>\n<p>Schwimmen<\/p>\n<p>&#8211; Marie Pietruschka (fr\u00fcher NSSV Delphin Neubrandenburg, jetzt f\u00fcr Leipzig startend): Rang 6 \u00fcber die 4 x 200 Meter Freistil und Rang 13 \u00fcber die 4 x 100 Meter Freistil<\/p>\n<p>Stra\u00dfenrennen<\/p>\n<p>&#8211; Trixi Worrack (fr\u00fcher f\u00fcr Bad Doberan startend \/ Cottbus): Teilnehmerin im Stra\u00dfen-Einzel (leider ausgeschieden)<\/p>\n<p>Reitsport\/Springreiten<\/p>\n<p>&#8211; Andre Thieme (Plau am See): Einzel (leider in der Qualifikation ausgeschieden), Neunter mit der Mannschaft<\/p>\n<p>Info: Vom 24.August 2021 bis 5.August 2021 finden dann die Paralympics in Tokyo statt, unter anderem mit Ramona und Carmen Brussig vom PSV Schwerin!<\/p>\n<p>M.Michels<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Aline Rotter-Focken mit Ringerinnen-Gold f\u00fcr die Sportgeschichte Das olympische Ringerturnier 2020, das coronabedingt um ein Jahr auf 2021 verschoben wurde, brachte f\u00fcr das Septett des Deutschen Ringer-Bundes gro\u00dfe Erfolge mit sich, darunter den imponierenden Olympiasieg von Aline Rotter-Focken (KSV Germania Krefeld) in der Klasse bis 76 Kilogramm (Frauen\/Freistil).<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-5699","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.ringen-mv.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5699","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.ringen-mv.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.ringen-mv.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.ringen-mv.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.ringen-mv.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=5699"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.ringen-mv.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5699\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":5705,"href":"https:\/\/www.ringen-mv.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5699\/revisions\/5705"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.ringen-mv.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=5699"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.ringen-mv.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=5699"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.ringen-mv.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=5699"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}